Bettwanze

(Cimex lectularius)
Bettwanze

Bettwanzen sind ca. 5-8 mm lang, rotbraun und haben im Normalzustand eine stark abgeplattete Form, die sich – im vollgesogenen Zustand – in eine deutlich verdickte Form wandelt. Gleichzeitig weisen Bettwanzen vollgesogen eine rote oder schwarze Färbung auf. Die jungen Bettwanzen ähneln im normalen Zustand den erwachsenen Tieren, wobei sie sich lediglich anhand ihrer gelbbraunen Färbung unterscheiden. Die Entwicklung der Larven vollzieht sich in fünf Schritten. Am Tag verstecken sich die lichtscheuen Bettwanzen in Bodenritzen oder Matratzen, hinter Bildern oder Rohren. Erwachsene Bettwanzen weisen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Hunger und Kälte auf.

Man findet den Schädling vorzugsweise in Schlafzimmern. Er ist in der Lage, weite Strecken zurücklegen, um zu seinem Wirt, dem Menschen oder das Haustier, zu gelangen. Bettwanzen und Wanzenlarven stechen vorzugsweise in den Nachtstunden und saugen dabei etwa fünf bis zehn Minuten lang Blut. Beim Stich wird ein toxisches Speichelsekret in Mensch oder Tier injiziert. Dieses Sekret verursacht beim Menschen noch nach etwa einer Woche stark juckende Quaddeln, die mit großflächigen Entzündungen der Haut einhergehen können. In akuteren Fällen kann es sogar zu einem gestörten Allgemeinbefinden oder gar zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens kommen. Bei einem starken Wanzenbefall kann sich überdies ein widerlich süßer Geruch bilden.

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